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Doris Waskönig mit Nigeria - Tradition und Moderne

Mit einem klapprigen Auto, gesteuert von einem einheimischen Fahrer und geführt von einer „Sister“, die den „einfachen“ Frauen Wissen über Gesundheitsvorsorge und Geburtenkontrolle vermittelt, lernte ich Nigeria in seinen unterschiedlichen Facetten kennen.

Ich bereiste dreimal für je drei Wochen Nigeria – zunächst im Auftrag von Rotary International, um Aufnahmen von einem Gesundheitsprojekt zu machen, später auf Einladung eines Emirs. Nicht zuletzt dank der Unterstützung dieses Vertreters der traditionellen Macht ist es mir gelungen, einen sehr direkten und intensiven Zugang zu finden zu Land und Leuten.

Auf Schlagloch-Pisten bei 35° bis 40° Celsius quälten wir uns durch viele kleine Dörfer und große Städte. Wir trafen zusammen mit dem traditionellen „alten“ Afrika und dem so genannten „modernen“ Nigeria.

Marks Marks Marks Marks
Die unterschiedlichen Tätowierungen uns "Marks" sind so etwas wie eine Geburtsurkunde. Die Zugehörigkeit zum jeweiligen Stamm lässt sich leicht ablesen.

Meine Fotoarbeiten zu diesem Thema zeigen ein sehr breites Spektrum des nigerianischen Lebens. Ich habe Handwerker wie Blaufärber, Holzschnitzer, Gerber und Schmiede bei der Arbeit beobachtet, ebenso wie Baumwollpflückerinnen und Bauern. Menschen beim Einkaufen auf den Märkten habe ich genauso fotografiert wie die Händler beim Anpreisen ihrer Ware.

Die Braut Wächter
Grossfamilie

Sogar eine Königshochzeitin Benin gehört zu den Fotodokumenten. Einige wenige Landschaftsaufnahmen sind unter den Exponaten; das vorrangige Interesse richtet sich auf die Menschen.

Neben den vielen Großfamilien mit je rund 20 Kindern, die bei vier von der Religion zugelassenen Hauptfrauen keine Seltenheit sind, habe ich auch etliche Einzelporträts aufgenommen, die eine Menge aussagen.

Mutter mit ihren Kondern
Drummer
 

Ich habe keine griesgrämigen Nigerianer getroffen. Die Menschen leben stärker im Augenblick, sind glücklich über kleine Dinge und dankbar, wenn sie abends ohne knurrenden Magen einschlafen. Auch dieses Thema wird bei den Ausstellungen immer begleitet von schwarzen „Drummern“. „Trommeln ist eine Form, mit Gott zu kommunizieren“.


Nach Auffassung der Yoruba, einem von mehr als 400 Volksstämmen in Nigeria, diesem bevölkerungsreichsten Land Afrikas, kann dieses Instrument sprechen.

Auch hier war ich, wie immer, bei meinen Reisen mit dem Schlafsack, mit der Kamera und mit dem Tagebuch unterwegs, um meine Eindrücke festzuhalten.

Die Fotos spiegeln die Vielschichtigkeit dieses Landes wider und veranschaulichen auch die vielen Facetten der nigerianischen Kultur.


Es sind Reiseeindrücke vor der zweiten Jahrtausendwende.

 

 

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