Portrait     Bücher   Ausstellungen Kontakt
 
china
Myanmar
Polen
Frauen
Kuba
Kuba
Rumaenien
Sizilien
Brasilien
Oman
Bali
Peru
Tansania
Nigeria
Jemen
Jade
Sibirien
Indien
Oldenburg
Venedig
 

Myanmar

So wie ich es erlebt habe.

Meine Reise vom 10. bis 28. November 2014

 

nwzauszug

 

 

     
 
 



 

 
myanmar-artikel1

Einleitung:

Ich wollte diese Reise nach Myanmar - wie sonst auch bei meinen Reisen - als Allein-Tour machen. Nur so kann ich fotografieren.

Ich hatte als Kontaktbasis ein kleines Reisebüro in Myanmar mit E-Mail-Kontakt. Alles schien zuverlässig zu sein.

Die erste Enttäuschung erlebte ich bei der Ankunft im Flughafen Yangon. - Nach 18 Stunden Flugzeit - keiner holte mich
am verabredeten Treffpunkt ab! Da stand ich mit meinem Rollator, den zwei Krücken und dem Gepäck allein. (Pleite!)
Glücklicherweise hatte ich die Adressen der vorgebuchten Hotels. Ich nahm ein Taxi und fuhr dorthin. Alles o.k.

Am nächsten Morgen kam mein Guide und erklärt mir mit strahlenden Augen:„Sorry, ich war etwas verspätet.” So
bekam ich den ersten Eindruck vom burmesischen Zeitgefühl. 3/4 Stunde?
Was ist das schon?

Ihr Name war Htet Htet, das bedeutet: die Kluge, die Erfolgreiche. Ich durfte sie Ta-Ta nennen. Sie war ein reizendes
Mädchen und sprach sehr gut deutsch.

     
 
myanmar-artikel1

Ein Blick in das Inhaltsverzeichnis des Buches:


- Geschichte Myanmar
- Die Geographie des Landes
- Meine Route
- Das Land
- Yangon
- Zwei Tage in Mandalay
- Bagan – Der Pilgerort
- Der Inle-See
- Das Leben der Bauern
- Frauen in der Stadt
- Frauen auf dem Land
- Frauen und Naturkosmetik
- Kinder
- Der Buddhismus und die Novizen
- Die Märkte
- Gemüsemarkt
- Fischmarkt
- Fleischmarkt
- Abendmarkt
- Die Küche in Myanmar
- Freizeit - Picknick
- Sonnenuntergang
- Résumé der Reise

     
 
myanmar-artikel1

Geschichte Myanmar

Myanmar hat eine 2000-jährige Geschichte. Es gab Königreiche und danach manche unterschiedliche Arten von Regierungen. Von 1886 bis 1948 war Myanmar eine britische Kolonie.

Die Kolonisation hat viele Spuren hinterlassen, besonders in Yangon. Die einzige
Eisenbahn des Landes wurde durch die Briten gebaut und sie funktioniert immer
noch! Das ist ein großes Glück für das Land, denn die Verkehrsmöglichkeiten sind begrenzt.

Nachdem die Briten das Land verlassen hatten, gab es Rebellionen und eine langwährende
Militärregierung. In diesen Jahrzehnten war das Land absolut von der Umwelt abgeschlossen - isoliert.


Seit 2010 ist Myanmar für die Bereisung durch Touristen geöffnet. Es wird als Zentrum
der buddhistischen Lehre bezeichnet. Die bisherige Abgeschottetheit macht
das Land für die Besucher interessant. Die Unbefangenheit und Freundlichkeit
der Menschen in Myanmar ist sehr ausgeprägt. Sie begrüßen jeden Gast freundlich
und mit offenen Armen.

Geografie des Landes

Myanmar liegt in Südostasien und grenzt im Nordwesten an Indien, im Nordosten an China
und im Südosten an Laos und Thailand.


Myanmar ist zweimal so groß wie Deutschland. Das Straßennetz ist spärlich, man muss
fl iegen, um von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit zu kommen.

Das Land hat viele Reisfelder. Man sieht Kautschukplantagen, Kohl- und Kartoffelfelder
und viel Mais. Man sieht Wasserbüffel, und Dörfer sind ohne Wasser- und Stromversorgung.

Meine Route

Ich war vom 10. bis 28. November 2014 in Myanmar.
Die landschaftlichen und kulturellen Höhepunkte meiner Reise waren:

Yangon:

als boomende Großstadt


Mandalay:

als frühere Königsstadt, als Zentrum des traditionsreichen Marionettenspiels und als Buddhas Bronze-Werkstatt

Bagan:

als alte Königsstadt. Hier sind wohl die meisten Mönche zu finden. Myanmar ist das Zentrum der buddhistischen
Lehre und Klosterschulen

Inle-See:

mit seinen Schwimmenden Gärten und den Einbeinruderern Das Reisen durch Myanmar muss gut organisiert sein
und ist nicht einfach. Für die Erreichung dieser Ziele habe ich dreimal einen Inlandsflug in Anspruch nehmen müssen. Die normalen Verkehrswege sind sehr schwierig. Es gib teilweise keine Straßen.

     

    myanmar-artikel1 myanmar-artikel1
myanmar-artikel1
myanmar-artikel1 myanmar-artikel1
   
Ochsenkarren sind
für den Transport
gut geeignet, Straßen
gibt es nur in den
Städten.
Die Jaguarfrau
 

 


    myanmar-artikel1 myanmar-artikel1 myanmar-artikel1
   
Kinder-Mönche mit Lehrer.
   
myanmar-artikel1
myanmar-artikel1
myanmar-artikel1
   
Man pflügt in alter Tradition.
- Ochsenkarren -
Lieferwagen und Familienkutsche.
In Andacht versunken . . .

 


   

Das Land:

Die Wasserversorgung im Land ist außerordentlich schwierig. Es gibt nur einige „Zapfstellen“ zu festgesetzten
Zeiten. Man kann nicht einfach den Wasserhahn aufdrehen.

Die Menschen kommen mit Ochsenfuhrwerken und Kanistern, um Wasser zu holen.
Meistens sind es Frauen mit Kindern, die zu diesen Wasserstellen fahren und Wasser bunkern.

Die Hitze ist glühend und sie müssen oft sehr lange warten, bis sie an der Reihe sind. Ein Ochsenkarren reiht sich an den anderen. Es bilden sich Schlangen.

Jeder Tropfen Wasser ist kostbar.
Das ist für uns unvorstellbar.
Ade – Waschmaschine!
Ade – Geschirrspülautomat!

Da bleibt nur der Fluss und der ist oft nicht gerade in der Nähe.

 
       

 


    myanmar-artikel1 myanmar-artikel1
myanmar-artikel1
myanmar-artikel1 myanmar-artikel1
             
    myanmar-artikel1 myanmar-artikel1 myanmar-artikel1 myanmar-artikel1 myanmar-artikel1
   
Langsam, aber zuverlässig.
Zebu oder Buckelrind.
Fischer am Anlegesteg.
    myanmar-artikel1 myanmar-artikel1 myanmar-artikel1 myanmar-artikel1 myanmar-artikel1
   
Natürliche Frische . . .
Natürliche Frische . . .
Reisanbau
Reisanbau
   
myanmar-artikel1
myanmar-artikel1
myanmar-artikel1 myanmar-artikel1 myanmar-artikel1
   
Einbeinfischer
in Sonntagsstimmung.

Die „alte Dame”und der See.

Im Hintergrund ein
hinduistischer Tempel.
Freundlich sind sie alle.

   

Yangon:

Ich erlebte mit Ta-Ta die 5-Millionen-Stadt Yangon mit den Kolonialfassaden, den Hochhäusern und mit der wundervollen Shwedagon-Pagode - dem National-Heiligtum der Burmesen. Yangon boomt.
Viele Touristen kommen. Alle werden freundlich willkommen geheißen mit dem Gruß: „Minga Laban”.

Der Inle-See:

Für mich war der Inle-See der Höhepunkt meiner Reise. Früh am Morgen war ich mit meinem Guide Ta-Ta am Anlegesteg. Dort lagen viele Long-Boote, anders kann man die Dörfer, die rund um den Inle-See
liegen, nicht besuchen. Man braucht ein Boot.

Mein Guide hatte bereits ein Long-Boot gemietet und viele Leute waren am Steg, denn die Burmesen sind neugierig und wollen wissen, wer da so ins Boot steigt. Viele Hände haben mir geholfen, damit ich ins Boot klettern konnte. Der Rollator, der übrigens eine Sensation in Myanmar war, wurde zusammengeklappt und fand auch einen Platz im Boot.

Unser „Taxifahrer“ paddelte uns lange Strecken über den Inle-See.

Langsam gleitet das Boot durch das silbrig schimmernde Wasser. Rund zwanzig Dörfer liegen um den Inle-See. Wir fahren vorbei an Häusern, die auf Pfählen im Wasser stehen. Große Teile des Sees sind bedeckt von den „Schwimmenden Gärten“, das sind Beete aus Wasserhyazinthen, auf denen Kürbisse, Bohnen und Tomaten angepfl anzt werden.

Wir sehen Boote, beladen mit der Gemüseernte aus diesen Gärten. Ebenfalls kommen uns Fischer entgegen, die auf
dem Markt an Land ihre Fische verkauft haben. Andere Boote sind vollgepackt mit Alltagsgütern. Es herrscht ein reger Verkehr auf dem See, denn auch Passagiere werden einzeln befördert. Wir genießen die Kühle des Wassers und die leichte Brise. Wir atmen tief durch. Die brüllende Hitze (es sind ständig 32 °C bei hoher Luftfeuchtigkeit – für November sehr hoch!) merken wir auf dem Wasser nicht.

Wir sehen Einbeinruderern beim Fischfang zu. Es sieht sonderbar aus, wenn sie mit einem Bein das Boot rudern, weil sie die zweite Hand für den Fischfang benötigen. – Eine erstaunliche Technik!

Zwei junge Einbeinruderer wissen, dass sie eine Delikatesse für Fotografen sind. Sie sehen meine Kamera und erwarten jetzt nach ihrem „Posing“ ein besonderes Trinkgeld. Die Natürlichkeit geht sicherlich auch hier bald „baden“.

Wir sehen eine Weberei, erbaut aus Holz und anderen Naturmaterialien auf Pfählen im Wasser stehend. Die Weberei selbst hat ungefähr 90 Beschäftigte, der Großteil davon sind Frauen. Manche Frauen bringen ihr Baby mit, andere ihre halbwüchsigen Kinder, die dann auch schon eingeführt werden in das Handwerk des Webens.

Eine Weberin ist mit ihrem 13-jährigen Sohn, der auch hier arbeitet, auf dem Steg. Es ist Mittagspause. Die Mutter wäscht dem Sohn die Haare, er springt lachend ins Wasser und zeigt dann das typische burmesische Lächeln. Manche Frauen machen eine Teepause – nur ein einfach zelebriertes Tässchen Tee, aber es wirkt
harmonisch. Alle sind entspannt.

Manche Frauen sind schon einige Jahrzehnte in dieser Weberei tätig.
Sie sind alle von einer umwerfenden Freundlichkeit, aber sie wollen ja auch, dass wir etwas kaufen.
Die Schals, die sie weben, sind aus reiner Seide in wunderbar kräftigen Farben. Ich kaufe zwei gelbe Schals für Peter, denn er liebt gelbe Schals. Warum auch nicht?

Gelb ist die Farbe der Freude in Myanmar.

 

 
       

 


    myanmar-artikel1 myanmar-artikel1 myanmar-artikel1
         
    myanmar-artikel1 myanmar-artikel1 myanmar-artikel1
   
Küche und Wäsche:
auch für die burmesische
Frau eine wichtige
Alltagsarbeit.

   

Zwei Tage in Mandalay:

Marionetten-Theater war zuhause an den Königshöfen; in Mandalay lebt noch die Tradition weiter.
In diesen Spielen werden Geschichten mit dem buddhistischen Leben verknüpft. Die
Naturgeister, die Nats, spielen auch eine ganz große Rolle. Der Kommunismus sah
dieses Spiel nicht gerne, erzählten die Darbietungen doch immer von Buddha.
Ich war sehr beeindruckt von der Fingerfertigkeit der Schauspieler. Die
Puppen konnten tanzen, sogar fliegen. Es gab Geschichten von guten und bösen
Nats – und ich war begeistert. Die Chefin der Truppe Ma Ma Naing gefi el meine
Begeisterung und sie schenkte mir ein kleines Handbuch mit dem Titel „The Art
of Myanmar Traditional Puppetry“. Sie dachte bestimmt, ich würde es jetzt auch
versuchen. Sie erzählte mir, dass sie auch Tourneen in Japan gemacht und viele Preise gewonnen
hat. Das Marionettenspiel wurde begleitet von einer vierköpfi gen Band und einer
Tänzerin aus Fleisch und Blut. Der Saal war mit Touristen überfüllt. Die Zuschauer
folgten dem Spiel mit Heiterkeit und großem Interesse.


So wird das Marionettenspiel jetzt – wo das Land geöffnet ist – weiterleben.
Am Tage danach habe ich mir einen kleinen Koffer gekauft für die große
Marionettenpuppe, die ich bei Ma Ma Naing gekauft hatte. Ich habe jetzt
eine ziemlich lebendige Erinnerung an Mandalay; ich habe die Puppe auf eine
Schaukel gesetzt und an der Zimmerdecke aufgehängt. Nun kann ich auch einige
Strippen ziehen … Diese „Puppet on a string“ macht mir täglich gute Laune!

 
       

 

 


    myanmar-artikel1 myanmar-artikel1
myanmar-artikel1
myanmar-artikel1 myanmar-artikel1
   
Weiser Mönch im Kloster.
Er spielt auch
manchmal Fußball . . .
Man glaubt es nicht,
es ist ein Knabe.
    myanmar-artikel1 myanmar-artikel1 myanmar-artikel1 myanmar-artikel1 myanmar-artikel1
   
Gemischt-Markt
Frische - allgegenwärtig!

   

Bagan - Der Pilgerort:

Bagan mit seinen vielen Pagoden, Klöstern und Andachtsstellen wurde von der
UNESCO als Weltkulturerbe-Anwärter ausgezeichnet. - „Heiliger Ort” mit
Pilgerweg, Klosterschulen„Mount Popa“, anderthalb Autostunden
von Bagan entfernt, hat einen Andachtsschrein mit Nats-Figuren. Es sind
Darstellungen, wie man sich diese Geister vorstellt.

Die Nats muss man verehren, wenn im Alltag alles gelingen soll. Alle Touristen
werden auf den „Heiligen Berg“ geschleppt.

 

Novizen:

In Bagan sah ich zwei Jungen in Seidengewändern. Sie wurden geführt von einem Mitglied ihrer
Familie; sie stellten sich bei den Nachbarn vor und baten um etwas Geld. Wie alle Mönche trugen sie die
Essensschale aus Aluminium unter dem Arm.

Es waren Novizen, jetzt festlich gekleidet und geschminkt
für die feierliche Aufnahme im Kloster. Sie sahen aus wie Mädchen, nicht wie Jungen.

Ich war sehr erstaunt. Dann hörte ich, dass es zwar verdienstvoll, aber auch sehr teuer für die Eltern ist, wenn sie ihren Sohn für einige Zeit in ein Kloster geben. Sie müssen die Aufnahmezeremonie bezahlen. Alle Nachbarn
werden dazu eingeladen. Aus dem Grunde sammeln die Novizen vorher Geld, wenn ihre Eltern dieses
Geld nicht allein aufbringen können.

Die Knaben werden für das Fest geschmückt wie Prinzen. Sie werden in ein Seidenkostüm„gesteckt“, das mit Pailletten und viel Gold– so viel wie die Eltern es sich leisten können – verziert
wird. Der Junge wird in einer festlichen Prozession durch die Straßen der Nachbarschaft geführt. Es soll an den jungen Buddha erinnern, der zuvor Prinz war.

Wenn die Zeremonie vorbei ist, gibt der Junge seine
Prachtrobe ab. Seine Haare werden geschoren und er erhält die einfache Robe des Mönchs. Er hört auf,
das Kind seiner Eltern zu sein. Er ist dann ein „Sohn Buddhas“ und besucht die Klosterschule.

Es ist die beste Möglichkeit für die buddhistischen Knaben, guten Unterricht zu bekommen. Die buddhistischen Regeln im Kloster sind streng – auch für die Kinder; aber es ist für sie eine einmalige Möglichkeit, Disziplin zu erlernen und dabei Allgemeinbildung zu erhalten. Die staatlichen Schulen sehen nur eine Schulpflicht von vier Jahren vor.


 

 

 
       

 

 


    myanmar-artikel1  
myanmar-artikel1
   
   
Rote Apfelbäckchen - gelbe Wangen.
 
Gesünder kann man nicht einkaufen - Vitamine überall . . .
   

 


    myanmar-artikel1 myanmar-artikel1
myanmar-artikel1
myanmar-artikel1 myanmar-artikel1
      Bananen - von grün bis gelb Fast wie im „Banana Boat”.
Natur-Medizin
- auch Touristen
greifen zu! -
für Europäer
schreckerregend..
 
    myanmar-artikel1 myanmar-artikel1 myanmar-artikel1 myanmar-artikel1 myanmar-artikel1
   
Die Waage stimmt.
Sonntags gibt‘s
Hühnchen . . .
oder Ziege.
    myanmar-artikel1 myanmar-artikel1 myanmar-artikel1 myanmar-artikel1 myanmar-artikel1
   
Auch Handys kauft
man auf dem Markt.

 


   

Der Buddhismus ist Volksglaube, Lebenseinstellung. Die Buddhisten glauben: Buddha ist überall.
Buddhas Auge sieht alles. Daran glauben die Buddhisten fest. Erst, wenn man die Regeln Buddhas befolgt, ist
man ein guter Mensch. – Diese Regeln unterscheiden sich nicht so sehr von unseren Geboten. Es scheint ganz einfach zu sein, sie zu verstehen. Der Buddhismus spielt in Myanmar eine große Rolle. Das Volk hat eine starke
emotionale Bindung zur buddhistischen Lehre. Die Mönche nehmen intensiv am politischen Leben teil und sind in der
Bildung eine große Kraft für das Land. Den Mönchen wird Ehrfurcht und Respekt entgegengebracht. Bei den Mönchen gibt es Rangordnungen und Titel, das richtet sich nach dem Grad der Gelehrsamkeit. Mönche,
die sich entschließen ein Leben lang im Kloster zu sein, haben meist intellektuelles Interesse.

Mönche in ihrem einheitlichen Gewand sieht man in allen Städten. Der Tourist ist befremdet, wenn er die Reihen von Mönchen mit den metallenen Essschalen von Haus zu Haus gehen sieht, um Nahrung zu erbitten. Aber auch das gehört zu den Regeln Buddhas. Die Mönche leben ein asketisches Leben und müssen in der Zeit, wo sie die „Söhne Buddhas“ sind, auf alle irdischen Freuden verzichten.

Für das Land sind die Mönche unerhört wichtig, denn sie vermitteln Bildung in ihren Klosterschulen. Deshalb schicken Familien ihre Söhne als Novizen für einige Jahre
ins Kloster. Viele junge Männer, die wir als Mönche sehen, sind nur für einige Zeit dort. Sie leben dann in absoluter Disziplin und Anspruchslosigkeit, um dann später in das weltliche Leben zurückzukehren. Man sieht viele kleine Mädchen mit geschorenem Kopf, genau wie Knaben - auch sie haben die Möglichkeit, in ein Kloster einzutreten. Aber es sind relativ wenige, denn es gibt nur zwei Nonnenklöster bei einer Unzahl von Mönchklöstern.

Am letzten Tag meines Aufenthaltes in Yangon traf ich zufällig einen dieser gelehrten Mönche. Mein Guide Ta-Ta stellte mich ihm vor und machte dann ein Foto von uns. Das hat für mich einen besonderen Erinnerungswert, denn Mönch Ashine Sandardika ist einer der wichtigsten Männer des Landes. Er ist im Bildungsbereich zu Hause und organisiert unter anderem Ferienkurse für Jugendliche. Die Knaben werden in der Buddhistischen Religion
unterwiesen, aber sie erhalten auch einen Großteil Bildung, den sie sonst nicht erhalten könnten. Es gibt streng regulierte klösterliche Prüfungen. Die jungen, gut ausgebildeten Mönche werden so zur Elite des Landes herangebildet.

Unsere Kirchen sind leer, aber die Pagoden sind gefüllt mit Menschen. Die Pagode ist für viele Burmesen das Zentrum des Lebens und sie sind die Heiligtümer des Landes. Die wundervollste befi ndet sich in Yangon.
Es ist die Shwedagon-Pagode, sie ist schon zweitausend Jahre alt und wird von den Gläubigen sehr geliebt und oft besucht. In der Shwedagon-Pagode habe ich einen kleinen Buddha gekauft, der jetzt mein Lieblingsbuddha ist; er scheint zu schlafen. Man kann das kleine Stückchen Jade leicht transportieren; ich trage ihn jetzt gerne bei mir.

Es ist für einen guten Buddhisten selbstverständlich, dass er für seine Pagode spendet. Wenn die Besucher etwas gespendet haben, schlagen sie am Eingang der Pagode die Glocke. Selbst im kleinsten Dorf sammelt
man Geld für Goldplättchen zum Schmuck der Pagode - zu Ehren Buddhas.

Während der Reise wohnte ich zwei Nächte in einem Hotel in der Nähe einer Pagode. Es war an einem Marktplatz.

An Schlaf war nicht zu denken, denn während der ganzen Nacht tönte ein Lautsprecher mit der lauten Stimme eines Mönches, der ständig zu einer „Donation für die Pagode“ aufrief. Es klang wie die Wahlrede eines fanatischen Politikers.

Nach dieser Nacht brauchte ich Schlaftabletten. Ich ging zu einem einheimischen Arzt. Ich erhielt Tabletten aus Indien (1 Dollar pro Tablette). Das indische Betäubungsmittel reichte - von da an schlief ich gut!

 

 
       

 


    myanmar-artikel1  
   
   

Sonnenuntergang

Die Sonnenuntergänge in Myanmar waren immer wie großes Theater. Einen Sonnenuntergang im Hafen Yangon habe ich festgehalten mit Ta-Ta als Model:

„Bühnenreif“

       

   

Frauen und Naturkosmetik:

Die Creme „Thanaka“ wird aus Baumrinde gewonnen. In alter Zeit war es so, dass man der Lieblingstochter des Königs Goldstaub in diese Paste gab. Dann sah das Mädchen bestimmt bezaubernd aus. Heute
wird die gelbe Farbe wie Niveacreme auf die Wangen gelegt; nur sehr selten sieht
man eine Wange, auf der ein Muster in die Farbe eingeritzt ist.

Als Fremder fi ndet man es nicht schön. Warum machen sie das? Aus Tradition oder warum? Ich fragte meinen
weiblichen Guide Htet Htet – genannt Ta-Ta. Sie versicherte mir strahlend: „Diese Rindenpaste schützt uns vor der Sonne,
aber es ist auch gleichzeitig (und das sagte sie mit strahlenden Augen) für unsere Schönheit!“

Diese Naturkosmetika kann man überall kaufen. Ich sah auch viele Touristen, die sich ein Döschen mit nach Hause nehmen. Es sollen Wunderwirkungen von dieser„Thanaka“-Paste ausgehen. Bei Bauchschmerzen wird sie oft genommen und bei Halsschmerzen wird Zucker und Honig zugegeben. Man hofft auf die heilende Wirkung. Aber es ist vor allem der angenehme Duft und die Kühle auf der Haut, die Thanaka für viele
myanmarische Frauen so unentbehrlich macht.

Allerdings - Die Frauen in den Städten bevorzugen westliche Kosmetik, hier bleibt Thanaka auf der Strecke.
Tätowierungen sieht man heute nicht mehr so oft. Früher hat man in Myanmar sehr viel tätowiert. Man glaubte ganz
einfach an die Magie der eintätowierten Zeichen, denn die Magie spielt auch heute noch in Myanmar eine bedeutende Rolle. Man glaubt an Nats, die Geister, die man auch durch Gebete und Opfer
gütig stimmen muss, damit im Alltag alles gelingt.

 
       

 


    myanmar-artikel1 myanmar-artikel1
myanmar-artikel1
myanmar-artikel1 myanmar-artikel1
   
Die Krokodilharfe
ein altes Instrument.
Ziegenhirtin.
Nationalheiligtum
Shwedagon-Pagode
in Yangon.

Als Kind des Puppenspielers
hängt seine
Zukunft an diesen Fäden.

    myanmar-artikel1 myanmar-artikel1 myanmar-artikel1 myanmar-artikel1 myanmar-artikel1
   

 

 

 

Am Rande des Sees -
unzählige Pagoden.

Häuser auf Stelzen.

Transport zu Wasser.

    myanmar-artikel1 myanmar-artikel1 myanmar-artikel1 myanmar-artikel1 myanmar-artikel1
   
Weberei auf dem
Inle-See.
Teezeremonie in
der Mittagspause.
Alte und junge
Wangen sind bemalt.
Die Jaguarfrau.
    myanmar-artikel1 myanmar-artikel1 myanmar-artikel1 myanmar-artikel1 myanmar-artikel1
   
So etwas Schönes
habe ich nur einmal
gesehen.
Sonnenschutz?
. . . mit Thanaka
verschönert.
    myanmar-artikel1        
   
Gold, wohin man schaut .
       

 


   

Résumé der Reise:

Drei Wochen für ein uns so fremdes Land, das ist zu wenig – ich weiß!

Ich habe andere Länder wie Afrika, Indien, Bali und Polen sogar zwei- oder dreimal hintereinander besucht, um wirklich viel zu sehen und um es vielleicht gut verstehen zu können. Nur so konnte ich einen guten Bericht schreiben.


Diese Reise war nicht nur klimatisch ungewöhnlich schwierig für mich, sondern auch vom lokalen Reisebüro nicht
gut vorbereitet.

Eigentlich müsste ich diese Reise noch einmal machen.


Ob ich das will?
Ob ich das kann?
???

Die Zeit wird es zeigen. Jedenfalls nehme ich als Schlussfoto meine treuen Begleiter, nämlich meinen Rollator, die zwei Krücken und meinen verbeulten Hut.

Fahrt beim nächsten Mal mit!

 
       

 


    myanmar-artikel1  
   
   
Volkstanz - unbefangen natürlich.
       

 

Pressestimmen und Aktuelles

myanmar-artikel1 Am 15.07.2015 wurde über den Bildband vn Myanmar.

Download als PDF (1.303 KB).

 

 

 

myanmar-artikel1

Artikel vom 09.09.2015 in der Muensterländischen Tageszeitung.

Download als PDF (596 KB).

 

 

myanmar-artikel1

Am 09.09.2015 wurde um 18:00 Uhr in der RTL-Sendung Explosiv über die Ausstellung von Frau Waskönig berichtet.

   
myanmar-artikel1

Artikel vom 10.09.2015 aus dem General-Anzeiger.

Download als PDF (539 KB).


   
myanmar-artikel1

Artikel vom 10.09.2015 aus der NordWest-Zeitung Oldenburg.

Download als PDF (836 KB).

   
myanmar-artikel1

Artikel vom 05.12.2015 aus der NordWest-Zeitung Oldenburg.

Download als PDF (2.880 KB).

   

 

Impressum