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Bali - Tomorrrow is another sunrise

„Morgen geht die Sonne wieder auf!“ meinen die Balinesen. Klingt gut, aber Bali ist weit weg, auf der südlichen Halbkugel unserer Erde. Bali als eines der beliebtesten Urlaubsziele Südostasiens gehört neben 13.676 weiteren Inseln zu Indonesien. Beim Schmökern in einigen Fotobüchern entdeckte ich eines Tages Bilder von balinesischen Tänzen und Tempelfesten. Davon wollte ich mehr sehen! Und nicht nur auf dem Papier.Klara und Frans

Ich bereitete mich gründlich auf meine Reise vor. Auch dieses Mal wollte ich nicht in einem Hotel, welches ich als „Touristen-Ghetto“ bezeichne, wohnen. Ich fand die kleine Adresse einer indonesischen Pension im Internet. So kam ich zu meinem Domizil – meiner kleinen indonesischen Pension.

Am 15. September 2003 nach 16 Stunden und Zwischenlandungszeiten stand ich auf dem Flughafen von Denpasar, der Hauptstadt Balis.

Nach dem Fischfang

Allgegenwärtig ist das Meer. Das Meer ist für viele Einheimische die Lebensquelle. An der Westküste von Bali, in Jimbaran befindet sich einer der schönsten Strände des Landes. Die Ehefrauen der Fischer bereiten die Netze. Der Fang war gut und die Meeresgöttin Dewa-Danu war ihnen hold.

AlgenfischerAuf riesigen Feldern im Meer werden Algen angepflanzt, die schon nach wenigen Monaten geerntet werden können. Die Pflanze wird als Tierfutter und für die Kosmetikindustrie genutzt. Vor der Weiterverarbeitung werden die Algen von den Frauen zum Trocknen auf Matten aus Palmenblättern ausgebreitet.

Reis - ohne Fleiß kein Reis: Das Landschaftsbild Balis wird geprägt durch den Reisanbau. Reis ist nichtReisbauer nur die Grundlage für die balinesische Ernährung, sondern auch Teil der Kultur. Die Felder benötigen beständige Pflege. So gibt es Wächter, die Tag und Nacht darauf aufpassen, dass keiner dem anderen das Wasser abgräbt.

Die Wasserverteilung wird von der Wasserverwaltung des Dorfes organisiert, die sich in Bali "Sudak" nennt. Zirka ein Fünftel der Fläche Balis ist als Nassfelderkultur für den Reisanbau angelegt. Die Bearbeitung der Felder erfolgt traditionell mit Kühen oder Büffeln. Der Staat verlangt die Nutzung neuer Saatsorten, die mehr Erträge erbringen. Aber dieser Reis verdirbt viel schneller und ist auch nicht so schmackhaft wie der klassische Basmati-Reis.

Menschen, geprägt von Natur und Religion. Leben bedeutet in Bali "teilhaben". Sowohl an Freude, als auch anMewati Leid, an Arbeit und Vergnügen. Dazu gehören auch der Dienst im Tempel und die Furcht vor den Göttern. Der Balinese gehört nicht nur zu seiner Familie, sondern gleichzeitig seiner Familie, seiner Kaste, seiner Gemeinde und seinem Berufsstand an. Mewati wird Mande, mein Guidevon ihrer Familie versorgt. Wie alt sie ist? Das weiß nicht einmal sie selbst.

Mande, mein Guide ist von seiner Religion durchdrungen und in seiner Tradition fest verwurzelt. Er gehört nicht zu einer der vier balinesischen Kasten, sondern ist Mitglied in einer Schmiede Familie. Da der Schmied das Feuer beherrscht, ist er den Brahmanen, den Mitgliedern der höchsten Kaste gleichgestellt.

Gesegnete Kinder

Balinesische Tempelbesucher sind immer festlich gekleidet. Der Tempelschal der unbedingt um die Hüften gehört ist Pflicht für jeden, der den Tempel betritt. Am Ende der Zeremonie drückt der Priester den Tempelbesuchern geweihte Reiskörner auf die Stirn oder auf den Kopf. Nun werden die Götter die Gläubigen beschützen.

Tanz und Musik haben auf Bali eine lange Tradition. Schon in den ersten Klassen der TänzerinSchule erhalten Jungen und Mädchen Tanz- und Musikunterricht. Die Mädchen für den Tempeltanz werden im zarten Alter von fünf bis sechs Jahren ausgewählt. Die Ausbildung ist hart. Die heiligen Tänze und Tanzdramen sind religiösen Ritualen gleichzusetzen. Das Spiel der Augen ist kontrolliert und alle Bewegungen sind von uhrwerkhafter Präzision. Das Gamelanorchester unterstützt die Tänzer.

AbschiedsessenEin Festessen für den Gast. In meiner Familienpension bereitet mir meine Familie ein Festmahl. Alle helfen bei den Vorbereitungen. Das Feuer, über dem das Spanferkel per Hand gedreht wird, verbreitet große Hitze. Der Schweiß rinnt. Es gibt ein wunderbares Festessen: Suppe aus dem Inneren des Bananenstammes, knuspriges Spanferkel mit Reis, Gemüse aus jungen Farnspitzen und Wasserspinat. Zum Nachtisch essen wir Bubur injin, in Kokosmilch gegarten Pudding aus schwarzem Reis.

Meine „Pension mit Familienanschluss“, werde ich nie vergessen. Durch Klara und Frans habe ich sehr viele, andere indonesische Familien auf der gesamten Insel kennen gelernt, und auch viele religiöse Feste durfte ich mit erleben. Ich war mitten drin. Mein besonderer Dank gilt Klara und Frans.

Pressestimmen und Aktuelles

 

Der Ostfriesische Kurier vom 3. Februar 2007 zur Ausstellungseröffnung "Bali - Menschen, Götter, Dämonen" in der Norder OLB.

Den Artikel im PDF-Format gibt es hier.

Besonders gefreut habe ich mich über das Interesse der heimischen Presse. Im August 2005 erschien im Ostfriesland Magazin ein ausführlicher Bericht über meine Reisen.

Mit der freundlichen Genehmigung des Verlagshauses SKN Druck und Verlag GmbH & Co. können Sie sich den im Jahr 2005 erschienenen Artikel hier als PDF-Datei herunterladen.

Urkunde Das Generalkonsulat der Republik Indonesien, Hamburg, spricht seinen Dank aus.

 

 

 

 

 

 

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